Auch  Hebammen bekommen Kinder:

Ab dem 1. Mai 2019 bin ich in Elternzeit.

Veronika Tjuyong Sieg

Hebamme und
Fussreflexzonentherapeutin

1982 kam ich in Berlin zur Welt, wo ich auch aufwuchs und den Kindergarten, die Grundschule und später das Gymnasium besuchte. Schon früh war für mich klar, dass ich später Geburtshelferin werden wollte.


Da Hebammen nicht nur pflegerisch, sondern auch pädagogisch-fördernd arbeiten und den gesamten Prozess der Familienwerdung begleiten, erschien mir dieser Beruf ideal. Also absolvierte ich in den Sommerferien vor meinem letzten Schuljahr ein 6-wöchiges Praktikum bei einer Hebammenpraxis, um die Hebammenarbeit aus erster Hand kennen zu lernen und bewarb mich daraufhin deutschlandweit an
allen Hebammenschulen, um einen der begehrten Ausbildungsplätze  zu bekommen.                                      
                                                                        2001 war es dann endlich so weit: Meine Ausbildung im 750 km entfernten Saarbrücken begann.


Nach dem Hebammenexamen 2004 zog es mich wieder zurück nach Berlin, wo ich mich einem Geburtshaus anschloss und die Hebammenarbeit in ihrer gesamten Bandbreite anbot. 2006 wurde ich in das Amt der Fortbildungsbeauftragten des Berliner Hebammenverbandes gewählt und organisierte in dieser Funktion bis 2010 neben meiner Arbeit als frei praktizierender Hebamme um die 30 Fortbildungen im Jahr. So konnte ich mich einerseits berufspolitisch engagieren und kam andererseits als Seminarbegleitung in den Genuss vieler spannender Fortbildungen.  

Nachdem mein Mann Anfang 2010 für seine neue Arbeitsstelle in der Schweiz gegangen war, trennte ich mich erneut von meiner Heimatstadt und folgte ihm Ende 2010 mit unserem gesamten Haushalt. Vom Frühjahr 2011 bis Sommer 2014 habe ich im Universitätsspital Zürich auf der Pränatalabteilung gearbeitet, wo ich mich, eingebettet in ein tolles interprofessionelles Team,  zur Berufsbildnerin weiterbilden durfte und die Hebammenstudentinnen in der Praxis begleitet habe.

Im Herbst 2014 habe ich begonnen, wieder als frei praktizierende Hebamme zur arbeiten und habe bis zur Geburt unseres Sohnes im Sommer 2015 in den Gemeinden rund um Regensdorf Familien während der Schwangerschaft und nach der Geburt begleitet. Nach der Babypause arbeite ich nun mit 4  Kolleginnen im Team zusammen, wodurch wir für die Familien an 365 Tagen im Jahr im Einsatz sein können.

Ich bin Mitglied im Schweizer Hebammenverband und in der Fachgruppe für frei praktizierende Hebammen der Sektion Zürich.
                                       

Und wie kam ich zur Fussreflexzonenarbeit?

Dass sich der Körper in seiner Gesamtheit in den Füssen widerspiegelt und durch "einfaches Berühren" Reaktionen in bestimmten Körperregionen ausgelöst werden, hat mich fasziniert, seit ich in meiner Hebammenausbildung das erste Mal mit der Fussreflexzonenarbeit in Kontakt gekommen bin. 

Deswegen habe ich von 2007 bis 2009 in Berlin verschiedene Techniken der Fussreflexzonenmassage erlernt und diese anschliessend hauptsächlich im Rahmen meiner Hebammenarbeit zur Behandlung von Schwangerschaftsbeschwerden und zur sanften Geburtseinleitung eingesetzt.


Da meine Ausbildung von den Krankenkassen in der Schweiz nicht anerkannt wird, habe ich die komplette Weiterbildung zur Fussreflexzonen-therapeutin im Fortbildungsinstitut "Treffpunkt Reflexzone" in St. Gallen absolviert und Ende Juni 2015 mit dem Diplom abgeschlossen.